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Klimaschutzprogramm 2030 - Luftverkehrswirtschaft finanziert Mehrwertsteuersenkung der Deutschen Bahn

20.09.2019 - 17:53, ADV Deutsche Verkehrsflughäfen >> [Homepage]

Berlin (ots) - Anlässlich der heutigen bekannt gegebenen Beschlüsse des Klimakabinetts erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel: "Die heute bekannt gegebenen Beschlüsse des Klimakabinetts taugen weder zum europäischen Klimaweckruf noch haben sie das Potenzial, als Exportschlager in die Geschichte einzugehen. Statt die rein nationale Steuerschraube im Luftverkehr weiter aufzudrehen, sollten wir das Tempo bei der Entwicklung des klimaneutralen Flugverkehrs drastisch erhöhen. Das Land braucht kein Sammelsurium von Subventionen, Steuern und Umverteilungen, sondern ein stimmiges europäisches Regelwerk. Die Zweckentfremdung der Einnahmen aus der Luftverkehrssteuer, insbesondere um eine Mehrwehrsteuersenkung bei der Bahn zu finanzieren, muss ein Ende haben. Der Luftverkehr ist der einzige Verkehrsträger, der Nutzerfinanziert ist. Sprich nicht aus Steuerhand bezahlt oder subventioniert - und eben dieser wird bestraft".

Der deutschen Luftverkehrswirtschaft wird jährlich durch die zusätzliche Belastung weitere finanzielle Mittel für Investitionen in den Klimaschutz entzogen. Bereits heute wird die Luftverkehrswirtschaft mit 1,2 Mrd. Euro jährlich durch die Luftverkehrsteuer belastet. "Seit 2010 werden diese Einnahmen zur Haushaltskonsolidierung genutzt. Etwas anderes wäre es, wenn die Steuereinnahmen endlich in klimaschützende Maßnahmen in die Luftverkehrswirtschaft zurückfließen. Dann könnten nicht nur die Flughäfen, sondern die gesamte Branche das 2050-Ziel - den emissionsfreien Luftverkehr - schaffen. Jetzt nimmt die Politik Angebotsausdünnungen und Frequenzreduzierungen und auch weitere Marktaustritte von Airlines aus dem deutschen Markt in Kauf", mahnt der Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes.

Der Flughafenverband ADV setzt auf internationale Regelungen sowohl bei der CO2-Bepreisung als auch bei der Luftverkehrsteuer. Der Luftverkehr unterliegt seit 2012 als einziger Verkehrsträger dem europäischen Emissionshandel. Damit wird CO2 wirksam bepreist und reduziert. Mit diesem Instrument ist der innereuropäische und innerdeutsche Luftverkehr reguliert - die Emissionen müssen zusammen mit der Industrie abgesenkt werden.

Im Hinblick auf die Pläne von Verkehrsverlagerungen auf die Schiene: Der Flughafenverband ADV fordert seit über 10 Jahren eine besser vernetzte Intermodalität. Das Flugzeug ist weder bei Langstreckenflügen noch im Europaverkehr zu ersetzen. Bei Inlandsflügen sieht das etwas anders aus. Der Luftverkehr spielt seine Stärken bei Strecken ab 400 km aus. Hier ist für Reisende das Flugzeug aufgrund seiner Effizienz und Schnelligkeit das Verkehrsmittel der Wahl. "Wir Flughäfen sind grundsätzlich Pro Bahn, aber es muss sichergestellt sein, dass die Reisenden ein wettbewerbsfähiges Angebot vorfinden. Ist das vorhanden, wird die innerdeutsche Verbindung eingestellt, wie zahlreiche Beispiele belegen: Köln-Frankfurt, Hamburg-Berlin oder aktuell Nürnberg-Berlin", so Beisel abschließend.

"Wir schneiden uns selbst notwendige Mobilität ab, schädigen unsere heimische Wirtschaft und reden uns die Maßnahmen aufgrund des Klimaschutzes auch noch schön. In Zukunft wird der Luftverkehr hauptsächlich um uns herum, also in Europa und der Welt stattfinden. Dem Klima ist damit definitiv nicht geholfen!"

OTS: ADV Deutsche Verkehrsflughäfen newsroom: http://www.presseportal.de/nr/44169 newsroom
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Pressekontakt: Isabelle B. Polders Fachbereichsleitung Verbandskommunikation / ADV-Pressesprecherin Tel.: +49 30 310118-14 Mobil: +49 173 2957558 polders@adv.aero

Sabine Herling Fachbereichsleitung Verbandskommunikation / ADV-Pressesprecherin Tel.: +49 30 310118-22 Mobil: +49 176 10628298 herling@adv.aero

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Zuletzt geändert am: 18.08.2004 © helikopterfliegen.de  2003 - 2019