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Firmengeschichte: Messerschmitt Bölkow Blohm.

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Deutsche Hubschrauber 1930 - 1945

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Firmengeschichte:
Nach 1945 war in Deutschland jegliche Betätigung auf dem Gebiete der Luftfahrt bis zur Wiedererlangung der Souveränität der Bundesrepublik Deutschland am 5. Mai 1955 verboten. Nach zehnjähriger Zwangspause begann sich eine deutsche Luftfahrtindustrie ab dem 5. Mai 1955 wieder neu zu entwickeln.

Der Auf- und Ausbau erfolgte anfänglich fast nur im Zusammenhang mit der Ausrüstung der deutschen Bundeswehr; das Bundesverteidigungsministerium blieb zunächst der fast alleinige Kunde und Förderer der jungen Industrie. Die zahlreichen Entwicklungs- und Bauprogramme der Luftfahrtindustrie für die deutschen Streitkräfte wurden meist in Arbeitsgemeinschaften verwirklicht. Zu den wichtigsten in dieser Zeit aktiv gewordenen Firmen zählten die Bölkow-Entwicklungen KG zunächst in Stuttgart, dann in Ottobrunn, die Dornier-Werke in München und Friedrichshafen, die Focke-Wulf GmbH in Bremen, die Hamburger Flugzeugbau GmbH, Hamburg, die Ernst Heinkel Flugzeugbau GmbH in Speyer, die Messerschmitt AG in Augsburg, die Rhein Flugzeugbau GmbH in Mönchengladbach, die Siebelwerke- ATG GmbH in Donauwörth und die "Weser" Flugzeugbau GmbH in Bremen.

Nicht zuletzt durch die Arbeitsgemeinschaften zum Bau der verschiedenen Flugzeug-, Triebwerk- und Ausrüstungsprogramme der Bundeswehr entwickelte sich ein Prozeß der industriellen Konzentration. Die Fusionen der Firmen wurden hauptsächlich von der Bundesregierung betrieben, während sich die Firmen lange Zeit sträubten. Sie fürchteten um ihre Unabhängigkeit. Nennenswerte Fusionen kamen 1963 durch die Bildung der Vereinigten Flugtechnischen Werke GmbH VFW zustande. Die Unternehmen Focke-Wulf, Heinkel und Weserflug konzentrierten sich aus der oben genannten Aufzählung fortan auf VFW. Von 1969 bis 1980 gab es eine Ehe zwischen VFW und Fokker, die aber nicht von Dauer war. Über Zwischenschritte, die Interessengemeinschaft Luft- und Raumfahrt von Bölkow, Messerschmitt und Siebel, entstand 1968 die Messerschmitt-Bölkow GmbH und 1969 die Messerschmitt-Bölkow-Blohm GmbH. Die Liste der sogenannten Systemfirmen schrumpfte damit auf drei: Dornier, MBB und VFW. Mit staatlichem Druck fand der Prozeß der Konzentration der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie seine Fortsetzung. Ende 1989 übernahm die Deutsche Aerospace AG - heute DaimlerChrysler Aerospace AG (DASA) - die industrielle Führung von MBB. Die DASA entstand am 19. Mai 1989 durch Zusammenführung von Dornier, der Motoren- und Turbinen-Union MTU und zwei AEG-Bereichen.

Seither hat die bayerische Luft- und Raumfahrtindustrie einen weiten Weg hinter sich gebracht. Das Ende des Kalten Krieges kostete die bayerischen Rüstungs-Unternehmen massiv Arbeitsplätze und so wuchs gleichzeitig das Bedürfnis nach neuen Kooperationen. Auch die Politik hatte erkannt, dass die meisten europäischen Luftfahrt-Unternehmen privatwirtschaftlich geführt werden sollten. Außerdem war eine internationalere Ausrichtung notwendig geworden. Für Branchenkenner war es deshalb keine allzu große Überraschung, als Ende der 90er Jahre eine Fusion über Landesgrenzen hinweg möglich wurde. Die Dasa verschmolz mit der französischen Aerospatiale Matra und der spanischen Casa zur EADS, der European Aeronautics Defense and Space Company. Damit entstand ein Branchenriese mit 100.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 30 Milliarden Euro. Weltweit ist die EADS heute die Nummer zwei hinter dem US-Konkurrenten Boeing.

Fotos
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Zuletzt geändert am: 18.08.2004 © helikopterfliegen.de  2003 - 2019